Nach vierzig Jahren das Amt aus Altersgründen niedergelegt.

Von Aloys Budde

Sedelsberg: Vierzig Jahre war Hermann Klöver im Amt. Vierzig Jahre hat er sich um die Jugend der Ortsgruppe Saterland im Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht e. V. eingesetzt, betreut und gefördert.

Nun hatte er die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht und musste seinen Posten abgeben.

Schweren Herzens hat er die Aufgaben, die sicherlich nicht leichter geworden sind in der heutigen Zeit, an Jens Stammermann übergeben. Dem hat er Unterstützung zugesagt.

Viel hat Hermann Klöver, der bei seiner Frau Edith immer Unterstützung fand, wenn es ums Angeln ging, in den vierzig Jahren bewegt und geprägt. Er war mit Leib und Seele Jugendobmann.

Obmann Glondala: „Wir können ihm gar nicht genug danken für die Tätigkeit. Viele Stunden hat er für die Jugend geopfert und sich für diese eingesetzt, obwohl es nicht immer leicht war, es den Jugendlichen recht zu machen. Trotzdem war er immer für sie da“.

Der Vorstand bedankt sich nochmals bei Hermann Klöver und seine Frau Edith für die geleistete Arbeit. Alle hoffen, dass Hermann und seine Frau Edith der Ortsgruppe noch lange zur Verfügung stehen werden.

Bild: A. Budde


 

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 Einladung zur Delegiertenversammlung 2020

Am Sonntag, dem 16.02.2020, vormittags 10.00 Uhr findet im Gasthof Albert Bley, Industriestr. 25, 26219 Bösel, die Delegiertenversammlung gem.  §5 Abs. 1 der Satzung mit der folgender Tagesordnung statt: 

1.      Begrüßung und Bericht des

1. Vorsitzenden

2.     Ehrungen

3.     Verlesung und Genehmigung der Niederschrift über die letzte Delegiertenversammlung

4.     Bericht des Geschäftsführers

5.     Jahresabschluss 2019  

6.     Bericht der Kassenprüfer                                               

7.     Bericht des Jugendwartes

8.     Bericht des Hauptgewässerwartes

9.     Bericht der Fischereiaufsicht

10.  Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers

11.  Haushaltsvoranschlag 2020

12.  Verschiedenes

Zu dieser Delegiertenversammlung werden alle Mitglieder des Vereinsvorstandes, die Mitglieder der Ortsgruppenvorstände sowie die Delegierten herzlich eingeladen. Sie haben volles Stimmrecht. Alle interessierten Mitglieder sind willkommen.

Martin Horstmann         Alwin Witte         Michael Gründemann         Ludger Wieborg

1.Vorsitzender         2.Vorsitzender            3.Vorsitzender               Geschäftsführer


Die Nase ist der Fisch des Jahres 2020

Nasen mit Laichausschlag Foto: Rainer Kühnes

Die Nase (Chondrostoma nasus) ist Fisch des Jahres 2020. Anders als Forelle, Stichling oder Aal ist die Fischart Nase in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Mit der Wahl dieser in Deutschland regional stark gefährdeten und lokal bereits verschwundenen Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist.

Die Nase hat ihren Namen von dem nasenähnlich geformten Aufsatz auf ihrer Oberlippe, eine Anpassung an ihre Lebensweise. Sie ist ein Friedfisch, ernährt sich von Algen, die sie von Steinen und Kiesbetten abweidet. So wie Schnecken die Glasscheiben im Aquarium putzen, so hält die Nase glatte Oberflächen im Gewässer algenfrei. Sie war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Fisch, der in schnell fließenden Gewässern sehr häufig vorkam, und auch „Brotfisch“ der Berufsfischer an der Donau genannt wurde. Heute sind Schwärme von hundert Fischen bereits eine Seltenheit. Weil die Laichhabitate entweder nicht mehr funktionsfähig sind oder aufgrund von Querbauwerken nicht mehr erreicht werden können, kann in geeigneten Gewässern der Besatz mit gezüchteten Jungtieren sinnvoll sein. Auch auf Verschmutzungen der Gewässer durch Schadstoffe sowie übermäßige Feinsedimenteinträge reagieren Nasen empfindlich.

„Nasen gehören wie auch die Barben zu den Karpfenfischen. Beim Abweiden der Algen von Steinen und Kies lagern sie den Gewässergrund um und verhindern damit die Bildung von Faulschlamm. Kiesbetten dienen vielen Fischarten, den Nasen und Barben aber auch den Salmoniden wie dem Lachs als Laichbetten. Nasen haben somit eine wichtige Funktion in unseren Fließgewässern. Ohne geeignete Laichhabitate können Fische nicht ablaichen und sich nicht vermehren. Für die Vermehrung der vielen Kieslaicher unter den Fischen ist ein guter Bestand an Nasen eine wichtige Voraussetzung,“

Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes

 

„Um den Schutz der Nase zu verbessern, müssen Wanderhindernisse in den Flüssen abgebaut oder passierbar gemacht werden und naturnahe Ufer, Kies- und Schotterbänke wiederhergestellt werden. Dies fordert auch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie für unsere Flüsse. Nur wenn die ganze Vielfalt von Strukturen und Lebensräumen vorhanden und erreichbar ist, können sich die Fischbestände – nicht nur die der Nase – langfristig wieder erholen. Die Nase steht daher stellvertretend für die gesamte Fischartengemeinschaft“

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz

 

Zahlreiche Studien belegen, dass die Verbauung von Gewässern die wichtigste Ursache für den Rückgang der Nasenpopulationen ist. Die Schwärme erreichen keine geeigneten Laichplätze, sodass sie sich nicht mehr fortpflanzen und die Populationen überaltern. Angesichts der regional starken Bedrohung ist es dringend erforderlich, die Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie weiter zügig in Maßnahmen umzusetzen und die Gewässer wieder durchgängig zu machen und natürlicher zu gestalten.

Dass dies Erfolg haben kann und Nasenpopulationen sich erholen, zeigen die wenigen Beispiele, in denen ein Rückbau von Wehren stattgefunden und sich dadurch die Bestände wieder deutlich erholt haben. Die Nase kann daher als ein guter Indikator für den Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen angesehen werden.

DAFV


 

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